In den letzten 20 Jahren ist die Globalisierung stark vorangeschritten. Die weltweiten Verflechtungen von Staaten vor allem auf wirtschaftlicher Ebene wurden besonders begünstigt durch den technischen Fortschritt im Kommunikationsbereich. Jedoch bringt die Globalisierung neben vielen positiven Effekten auch negative Effekte mit sich, wie eine verstärkte Einflussnahme besonders großer Unternehmen auf dem Weltmarkt, die Ausbeutung von Menschen als Arbeitskräfte in Schwellen- und Entwicklungsländern, sowie die Rohstoffverknappung und Umweltverschmutzung.  

Ein anschauliches Beispiel dafür liefert die Jeans-Produktion. Unsere Kleidung wird größtenteils aus Baumwolle hergestellt. Dieser Rohstoff wächst aber nur in warmen Ländern, wie in Indien, China, Usbekistan, Kasachstan und vielen afrikanischen Ländern. Für ein gutes Pflanzenwachstum muss die Baumwolle ausreichend bewässert und vor Schädlingen geschützt werden. Der hohe Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden belastet jedoch die Böden und das Grundwasser. Zusätzlich verschmutzen eingeleitete Farbstoffe die Gewässer. Somit muss festgestellt werden, dass die Produktion von Jeans mit großen Umweltschäden und schwierigen Bedingungen für die Arbeitskräfte einhergeht. Für die Herstellung einer Jeans werden insgesamt 8000 Liter Wasser verwendet. das entspricht 50 Badewannen mit 160 Liter Wasser. Hinzu kommen lange Transportwege für die Kleidung und andere Waren. Mit Hilfe von Schiffen, Flugzeugen und Lastkraftwagen legt eine Jeans zwischen 50.000 und 100.000 km zurück, bis sie bei uns im Regal landet. Das verbraucht sehr viel Erdöl und erhöht den CO2-Verbrauch enorm.   

Durch unsere entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit möchte NARUD e.V. Menschen über die Entwicklungen und Probleme bestimmter Globalisierungsprozesse aufklären und zum Handeln motivieren. Dabei wird das Leitbild vermittelt, welches für soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und eine ökologische Tragfähigkeit steht. Wir möchten einen Wissensaustausch mit Menschen aus anderen Kulturen auf Augenhöhe führen und zum aktiven Handeln in einer sozial verantwortungsvollen Gesellschaft aufrufen.

Mit Hilfe von Podiumsdiskussionen, Ausstellungen und Veranstaltung zum „Globalen Lernen“ an Berliner Schulen prägen wir das entwicklungspolitische Engagement in Berlin. Eine besonders wichtige Zielgruppe der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit sind Kinder und Jugendliche. .

 

 

 

 

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