Samstag, 01 April 2017 09:28

Was ist das Register-Mitte

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Was sind die Berliner Register?

Register sind Dokumentationen von rassistischen, islamfeindlichen, antisemitischen, LGBTIQ*-feindlichen, antiziganistischen und anderen Vorfällen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, sowie von Aktivitäten rechter und rechtsextremer Gruppierungen, die sich im gesamten Berliner Stadtgebiet ereignen. Diese Vorfälle können von Bürger_innen und verschiedensten Akteuren (Schule, Fachämter, Beratungsstellen, Vereine etc.) bei den verschiedenen Anlaufstellen in den Bezirken gemeldet werden. Dann werden sie an die Koordinierungsstelle aller Register des Landes Berlin weitergeleitet, wo sie gesammelt, ausgewertet und veröffentlicht werden. Die Dokumentation der Vorfälle wird veröffentlicht und kann auf der Internetseite der Berliner Register in der Chronik unter https://berliner-register.de/chronik-berlinweit eingesehen werden. Jährlich werden alle Vorfälle in Berlin ausgewertet. D.h. es entsteht eine Statistik an welchen Orten bestimmte Formen der Diskriminierung besonders häufig sind oder wo die rechte Szene ihre Aktionsschwerpunkte hat. Diese Ergebnisse des Registers vermitteln den unterschiedlichen demokratischen Akteuren im Bezirk ein detailliertes und aktuelles Bild, auf das sie mit Maßnahmen reagieren können.
Ziel der Dokumentation ist es, gesellschaftliche Tendenzen sichtbar zu machen und ihre Entwicklung zu analysieren. Mit diesen Erkenntnissen informieren wir Politik, Wissenschaft und die breite Öffentlichkeit.

Ziel des Registers ist es aber nicht nur die Dokumentation und Analyse von rechtsextremen Vorfällen, sondern auch das Sichtbarmachen von Diskriminierung im Alltag auf lokaler Ebene. Durch die Veröffentlichung der Vorfälle und die aktive Beteiligung der Bürger_innen am Register wächst das Interesse für die Problematik der Diskriminierung, insbesondere in der eigenen Nachbarschaft. Das Gefühl selbst auch betroffenen sein zu können oder die Betroffenen zu kennen, führt zu mehr Solidarität gegenüber jenen Menschen, die Diskriminierung und Ausgrenzung erfahren.

Website: https://berliner-register.de/

 

Das Register-Mitte

Seit August 2014 wird die Registerstelle Mitte von NARUD e.V. als Träger geleitet. NARUD e.V. ist eine afrikanisch-migrantische Organisation, die sich insbesondere für Integrationsförderung, politische Bildungsarbeit und Entwicklungszusammenarbeit einsetzt. Es ist folgerichtig ein Anliegen von NARUD e.V., dazu beizutragen, alle Formen von Diskriminierung und Ausgrenzung sichtbar zu machen und zu überwinden. Durch die Dokumentation und Analyse der Vorfälle wollen wir die täglich stattfindende Alltagsdiskriminierung besser sichtbar machen. Im Gegensatz zu bestehenden Statistiken berücksichtigen die Register nicht nur strafrechtlich relevante Vorfälle, wie Angriffe, Beleidigungen, Bedrohung und Sachbeschädigung, sondern auch alltägliche Handlungen, diskriminierende Äußerungen und z.B. Graffiti und Aufkleber von rechten Gruppen oder Organisationen.
Finanziell gefördert wird das Register Berlin-Mitte durch die Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport, das Bezirksamt Berlin-Mitte, das Jobcenter Berlin-Mitte und durch das Programm „Demokratie Leben“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

 

  Damit die Registerarbeit funktionieren kann, müssen wir über die stattfindenden Diskriminierungsvorfälle Bescheid wissen.

Das geht nur, wenn alle mithelfen!

  Falls Sie Diskriminierung erfahren oder beobachtet haben, melden Sie sich bei uns oder unseren Anlaufstellen!

Die Registerstelle Mitte befindet sich in unserem Büro bei NARUD e.V. 

Öffnungszeiten: Dienstag von 10-17 Uhr

Brüsseler Str. 36, 13353 Berlin

Tel.: 030 40757551, Handy: 0157 76318728, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 Helfen Sie mit, das Register bekannter zu machen! Meldebögen und Informationsmaterialien zur Auslage an Ihrem Standort

können unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! angefordert werden oder werden Sie selbst Anlaufstelle!

 

 

Gelesen 3964 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 23 Januar 2019 15:06
NARUD

NARUD e.V. steht für Network for African Rural and Urban Development und ist seit 2005 tätig. Wesentliche Schwerpunkte der Arbeit sind Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit. Der Verein ist in der entwicklungspolitischen Landschaft gut vernetzt, so ist NARUD e.V. Mitglied des Berliner Entwicklungspolitischem Ratschlags, ist im Vorstand vom moveGlobal und Mitlgied im Netzwerk Globales Lernen von EPIZ. Weiterhin arbeitet der Verein mit vielen unterschiedlichen Initiativen, wie Bengo, GIZ, CIM auf nationaler oder mit der „Association pour le development durable du Cameroun“ (ADDC) auf internationaler Ebene zusammen.

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NARUD e. V. engagiert sich seit 2005 in der Völkerverständigung durch Integration von ZuwanderInnen, insbesondere von Minoritäten in Deutschland, sowie in der Entwicklungszusammenarbeit.

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  • +49 (0) 30 - 40757551
  • info@narud.org
  • NARUD e.V.
  • Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

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